| < | October 2008 | > | ||||
| Su | Mo | Tu | We | Th | Fr | Sa |
| 1 | 2 | 3 | 4 | |||
| 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 |
| 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 |
| 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 |
| 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | |
Gedanken und Fortschritte zum Science-Fiction Rollenspiel Xegity
So lautet Belchions [externer Link] Ergebnis bei dem Versuch, Xegity in ein Genre einzuordnen, nachdem ich mich ja für keines so richtig entscheiden konnte. Ich finde diese Beschreibung recht elegant - obwohl ich eigentlich kein Fan von Schubladen bin, betont sie doch die Bereiche, in denen Xegity besonders Punkten kann.
Nimmt man das Genre als grundlegendsten Leitfaden, wo die Reise bei der Entwicklung des Rollenspielsystems hingehen soll, dann kann man doch aus »Cyberpunk in Space« eine Menge Erkenntnisse herausziehen. Ich bin ja ein Fan des systematischen, also fange ich damit an, warum die Einteilung treffend ist. Mit anderen Worten, warum ist Xegity »Cyberpunk in Space«? Danach werde ich noch ein wenig darauf eingehen, warum dies eine gute Sache ist (oder vielleicht doch nicht).
Ich habe vor rund 10 Jahren erstmals »Neuromancer« [externer Link], den genredefinierenden Klassiker des Cyberpunk, gelesen. Ich habe damals wohl nicht alles im Detail verstanden und im Verlauf der Jahre auch die gesamte Handlung wieder vergessen. Neulich habe ich dann mal wieder den Staub von diesem Buch gewischt und es noch einmal in Ruhe gelesen. Ich war erstens überrascht, wie gut dieses Buch doch ist (obwohl es nicht besonders lang ist, ist alles wichtige drin, was den Cyberpunk charakterisiert), zweitens aber auch davon, wie sehr es mich doch inspiriert hat. Das gilt eigentlich für den Vorgänger von Xegity (Apex Proto) noch viel mehr als für mein aktuelles Projekt. Von einigen typischen Elementen des Cyberpunk habe ich mich ja absichtlich wieder getrennt, weil sie für unsere Zeiten zu »gritty« sind.
Was also hat Xegity vom Cyberpunk geerbt? Sicher nicht die knarzigen, klobigen und exzessiv mit ihren Markennamen bezeichneten Geräte, die man für den Zugang ins Netz braucht. Auch nicht unbedingt die Protagonisten, die sich aus dem Abschaum der Gesellschaft rekrutieren und eigentlich auch vom Schicksal dazu bestimmt sind, dort zu bleiben.
Natürlich gibt es bei Xegity dafür sehr wohl die bösen Megakonzerne. Das Netz spielt eine überragende Rolle. Die Hauptcharaktere agieren außerhalb der anerkannten Regeln der Gesellschaft. Sie stehen mit ihrer technischen Ausstattung auf dem »Bleeding Edge« und werden auch mit Problemen konfrontiert, die mehr oder weniger mit solcher Technologie zu tun haben. Sie sind Spezialisten, Individualisten und aus dem einen oder anderen Grund cooler als der Durchschnittsbürger.
Cyberpunk ist eigentlich eine Dystopie. Bei Xegity gehen die Meinungen auseinander: Erfahrungsgemäß ist es den Anhängern des »echten« Cyberpunk gar nicht dreckig und hoffnungslos genug. Manche zartbesaitete Naturen schrecken aber die doch recht niederträchtigten Konzerne und die korrupte Regierung des Sternenstaats. Andererseits, um mal bei Gibson zu bleiben, sendet auch »Neuromancer« am Ende eine positive Botschaft. Ihr könnt etwas erreichen, wenn ihr nur die richtigen Entscheidungen trefft.
Cyberpunk ist auch sehr bunt, was immer eine gute Sache ist. Die Charaktere können Freaks sein, ohne aus der Welt rauszufallen. Und sie können dabei eine sehr coole Figur abgeben. Dies ist ein Aspekt, den ich sicher bei Xegity noch etwas herausarbeiten werde. Immerhin gibt es dort auch Aliens und extradimensionale Kreaturen, die mit den modifizierten Menschen um die extravaganteste Erscheinung und die auffälligste Lebensweise konkurrieren.
Xegity spielt im Weltraum, daran besteht wohl kein Zweifel. Es gibt Raumschiffe um die unendliche Weite zu erkunden, Abenteuer weit jenseits der irdischen Dimensionen zu finden und zu bestehen. Statt nur einer einzelnen Welt kann hier gleich ein ganzes Universum gerettet werden.
Und wie Belchion in seinem Blogpost schon richtig bemerkte, ist das ein fantastisches Element - jedenfalls ein weit fantastischeres, als reiner Cyberpunk es erlauben würde (wenn man mal von den durchaus auch dort auftauchenden KIs absieht). Ein fantastisches Element ist wichtig. Es erlaubt den Charakteren »Larger Than Life« zu sein. Es erlaubt den Spielern, in eine andere Welt einzutauchen, in der vieles anders, besser oder einfach nur unterhaltsamer abläuft.
Bei Xegity habe ich diesen fantastischen Aspekt schon gegenüber seinem eher cyberpunknahen Vorgänger deutlich betont. Er schlägt sich auch darin nieder, dass Xegity durchaus eine epische Storyline vorsieht, wenn die Gruppe damit einverstanden ist. Der Cyberpunk bietet dafür eher wenig Ansätze, weil die Charaktere ihre Rolle als Underdogs nie wirklich verlassen können. Bei Xegity müssen sie nicht unbedingt als Underdogs anfangen - sie haben aber trotzdem noch eine lange Karriere vor sich, an deren Ende sie (mit etwas Glück) das Universum retten. Wichtig ist vor allem, dass sie eine Motivation haben, sich ins Abenteuer zu stürzen.
Hier ist Xegity also durchaus von Space Opera inspiriert, das je nach Ausprägung der fantastischen Elemente durchaus schon sehr weit in die Fantasy hineinreichen kann (man denke nur an Star Wars oder Dune).
Der Cyberpunk, bereinigt um seine all zu deprimierenden Facetten (wie die totale Hoffnungslosigkeit und Sinnlosigkeit jeglichen koordinierten Handelns), in Verbindung mit Space Opera als Lieferant fantastischer Extravaganz sind als Genres ein guter Nährboden, auf dem sich Xegity entfalten kann.
Ein gutes Beispiel für einen bekannten Vertreter von »Cyberpunk in Space« ist wohl »Alien: Resurrection« [externer Link]. Man kann über diesen Film und den Vergleich zu seinen Vorgängern natürlich denken, was man will. Aber es gibt eben deutliche Cyberpunk- und eine Menge typischer Space-SF Elemente (hier nicht Space Opera). Zu allem Überfluss ist auch noch eine Gruppe von ziemlich bunt zusammengewürfelten, unabhängig agierenden Spezialisten an Bord ihres eigenen Raumschiffs durchs All unterwegs, und wird dabei in eine größere, gefährliche Komplikation hineingezogen - an der ein böser Konzern hauptsächlich Schuld ist. An dieser Stelle darf auch der Hinweis nicht fehlen, dass auch ein großer Teil der Handlung von »Neuromancer« tatsächlich im Weltraum spielt (allerdings weder Space Opera, noch besonders fantastisch).
Ich denke, dass sich vor allem die »bunten« Elemente des Cyberpunk gut in ein Space-Setting einweben lassen. Ich werde dort in Zukunft noch genauer auf extremere Typen von Menschen eingehen. Die bösen Konzerne gibt es schon, aber sie haben vielleicht noch ein zu einheitliches Gesicht. Es muss noch deutlicher werden, dass es auch einen Grund hat, dass sie böse sind. Nämlich ziemlich verdrehte Menschen.
Einen wichtigen Teil der bunten Elemente der Space-SF habe ich in Form der Raumschiffe bereits integriert. Spektakuläre Kreaturen und mysteriöse außerirdische Artefakte führen im vorhandenen Material derzeit noch ein Schattendasein, sind aber bereits fest eingeplant (und in den Testrunden bereits aufgetaucht).
Nun könnte man einwenden, dass man sich bei einem Genremix wie »Cyberpunk in Space« leicht verzetteln kann. So ist Cyberpunk ja in manchen Kreisen gerade wegen seiner »Grittyness« gefragt, während die extremen Space Opera Fans damit wohl nichts zu tun haben wollen. Ich meine trotzdem, dass sich diese Genres wunderbar und auf die dargelegte Weise zu einem spannenden Mix verbinden lassen.
Gepostet von SEO Company India am Sun Jul 25 20:16:51 2010:
Link building services for small business seo should be implemented differently. Primarily, it is required to submit website in major search engines, directory websites, business directories, forums, bookmarking websites. After submission, it is now followed that your website has all the regions or area included in tags, titles and keywords.
http://www.seosoftwareservices.com/websubmission.html
http://www.seosoftwareservices.com
Für die Inhalte der Kommentare und darin verlinkte Seiten sind deren Autoren verantwortlich.
Um die Kommentarfunktion zu nutzen, musst du JavaScript aktivieren.
Schreibe hier einen neuen Kommentar: