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Außerirdische Artefakte

In den Jahren nach 2242 wurden durch Forschungsschiffe und freie Händler an den Grenzen des Outer Rim erstmals die Hinterlassenschaften einer außerirdischen Zivilisation gefunden. Dazu gehörten technische Geräte aller Arten und Größen, aber auch vollständig erhaltene Anlagen unbekannter Funktion. In den folgenden Jahren begannen sich verschiedenste Parteien für diese Artefakte zu interessieren, allen voran die großen Konzerne.

Während die Konzerne sich rasch daran machten, die größten noch erhaltenen Anlagen der Außerirdischen zu besetzen und weiträumig abzusperren, versuchten Abenteurer und Glücksritter, sich ihren Anteil an den Funden zu sichern. Für nicht wenige Raumschiffbesatzungen endete dies tödlich, als sie Bekanntschaft mit der außerirdischen Nanotechnologie machten. Dies führte schließlich zu den Vorgängen rund um das Kappa-Ciranus-Syndrom, die erst durch die Bemühungen von Dr. Skye Subick aufgeklärt werden konnten.

Die Nachforschungen von Blaze und Rift

Auch der freie Raumfahrer Blaze und sein Kollege Dr. John Rift führten zusammen mit der restlichen Besatzung der „I.S.S. Lucidity” auf eigene Faust Nachforschungen bezüglich der Artefakte durch. Dabei stießen sie 2243 im Iamicilla-System auf eine größere Anlage, die dort von einer unbekannten Zivilisation hinterlassen worden war. Bei der Erkundung der Anlage wurden Blaze und Rift mit einer Modifikation unterzogen, die ihnen verschiedene Fähigkeiten und Merkmale wie leuchtende Augen verlieh, ihre Charakterzüge aber auch unberechenbar werden ließ. Wie sich später herausstellte, war dafür die außerirdische Nanotechnologie verantwortlich.

Blaze und Rift verließen die Anlage auf Iamicilla nicht mit leeren Händen. Auch wenn Blaze davon abgeraten hatte, nahm Rift zwei Gegenstände aus dem Komplex mit. Der erste dieser Gegenstände war ein länglicher Zylinder, der zweite ein metallischer Ring von etwa 20 cm Durchmesser. Der längliche Zylinder wurde später von Dr. Al-Habash als Translokator-Kern identifiziert.

Dr. Al-Habashs Informationen

Der Wissenschaftler Dr. Ehsan Al-Habash, ehemals Mitarbeiter der Echelon Biolabs, hat während seiner Tätigkeit in einer außerirdischen Anlage im Sabaya-System eine Vielzahl von Artefakten analysieren können. Einen Großteil der Erkenntnisse sind dabei der KI Ogma zu verdanken, zu deren Vertrauten Al-Habash gehörte. Al-Habash konnte mit diesem Wissen später zahlreiche Artefakte aus Blazes Sammlung und aus dem Besitz der Charaktere identifizieren.

Funktionsweise

Über die genaue Funktionsweise der außerirdischen Artefakte existiert kein gesichertes Wissen. Allerdings basiert die Benutzerschnittstelle der Technologie allem Anschein nach auf einer technologischen Implementierung psionischer Kräfte. Witch konnte allein aufgrund ihrer Kräfte zu fast allen außerirdischen Artefakten einschließlich der Nanotechnologie eine Verbindung aufbauen und mehr oder weniger koordinierte Befehle geben. Allerdings verwenden die Außerirdischen eine Sprache und Symbolik, die für Menschen nicht einfach verständlich oder erlernbar ist, was auch bei direktem psionischen Kontakt die Bedienung massiv erschwert. Darüberhinaus besitzt die außerirdische Technologie aber auch ein zweites Interface, das von normalen Menschen benutzt werden kann, wenn diese den Umgang damit erlernt haben oder über einen entsprechenden Fertigkeitenchip verfügen. Wie die Charaktere von Ogma erfuhren, diente diese Schnittstelle ursprünglich der Benutzung der Technologie durch die Sklavenrassen innerhalb der außerirdischen Zivilisation.

Die außerirdische Nanotechnologie ist die wohl rätselhafteste Erscheinung unter allem Artefakten, denn die Bots weisen keinerlei mit menschlichen Werkzeugen erkennbare Struktur auf. Allerdings lassen sie sich, genau wie die übrige Technologie, durch ein psionisches Interface bedienen. Die erkennbaren Fähigkeiten der außerirdischen Nanotechnologie sind beeindruckend. So kann offenbar die Kontrolle über den freien Willen eines Menschen übernommen werden. Auch lässt sich die außerirdische Nanotechnologie sehr effektiv als Waffe einsetzen.

Bekannte Artefakte

Die Charaktere sind während ihrer Reise auf verschiedene Artefakte gestoßen, von denen einige auch von Dr. Al-Habash identifiziert werden konnten. Sie sind hier in der Reihenfolge ihres Auftauchens aufgeführt.

Translokator-Kern - Dieses Artefakt hat die Form eines länglichen Zylinders, etwa 50 cm lang, mit metallisch schimmernder, vollkommen fugenloser Oberfläche. Die Charaktere fanden ein Exemplar im Besitz von Dr. John Rift auf dem Mars. Rift führte mit dem Translokator-Kern in einem unterirdischen Labor fragwürdige Experimente durch. So verursachte er nicht nur weiträumige Energieausfälle am Raumhafen, sondern auch auf eigenartige Weise verstümmelte Menschen. Die Charaktere stahlen das Artefakt und übergaben es schließlich der Obhut von Blaze. Nach Angaben von Dr. Al-Habash handelt es sich bei dem Artefakt um das Herzstück eines Translokators. Jede Anlage der Außerirdischen hat mindestens eine solche Vorrichtung, mit der Materie und Daten zwischen verschiedenen Anlagen übertragen werden können. Al-Habash zu Folge sind die Kerne sehr wertvoll, da sie in den meisten Anlagen fehlen. Er vermutet, dass, wer immer die Translokator-Kerne zurückgelassen hat, nicht wollte, dass die Nachwelt sie benutzt. Neben Blaze und Rift war auch Neit Zero an dem Translokator-Kern interessiert. Dessen Bemühungen, sich das Artefakt anzueignen, wurden allerdings von den Charakteren durchkreuzt.

Universalfernbedienung - Dieses Artefakt hat die Gestalt eines metallischen Rings von etwa 20 cm Durchmesser. Er erfüllt verschiedenste Funktionen, die sich am ehesten mit denen eines Cyberware-Interfaces vergleichen lassen. So können auch über große interstellare Entfernungen technische Einrichtungen gesteuert werden. Das Artefakt erfüllt auch die Funktionen eines Kommunikators. Die Funktionen der Universalfernbedienung wurden teilweise durch Witch und teilweise durch 'Dr, Al-Habash' aufgedeckt. Witch gelangte in Rifts Residenz in den Besitz der Universalfernbedienung. Rift hatte ein Exemplar dieses Artefakts in seinem Schlafzimmer aufbewahrt, wo es von Witch aufgespürt und mittels eines Teleportationseffekts entwendet wurde.

Schildkugeln - Das Artefakt besteht aus einem Satz von fünf silbernen Kugeln, jede mit etwa 3 cm Durchmesser. Blaze hat nach eigenen Angaben diese Kugeln einem Schmuggler auf Segun 4 abgekauft. Bei Berührung der Kugeln konnte Witch ein leichtes elektrisches Kribbeln spüren. Bei Aktivierung über das psionische Interface stehen verschiedene Ausrichtungen der Kugeln zur Verfügung. Witch brachte die Kugeln bei einem Experiment dazu, zu verschwinden. Die genaue Funktionsweise wurde den Charakteren aber erst von Dr. Al-Habash erläutert. Dessen Informationen zufolge handelt es sich bei dem Artefakt um eine Art Schild- und Lebenserhaltungssystem. In allen außerirdischen Anlagen konnte man sie Automaten in den Eingangsbereichen entnehmen. Al-Habash vermutet, dass die Kugeln bei Verlassen der Anlage entnommen und bei Rückkehr wieder abgegeben wurden, um die Außerirdischen außerhalb des Gebäudes vor schädlichen Umweltbedingungen zu schützen. Möglicherweise erfüllen die Kugeln aber auch eine Transportfunktion. Aufgrund ihrer geringen Größe und einfachen Beweglichkeit sind sie aus den bekannten Anlagen recht schnell verschwunden und vermutlich rasch auf dem Schwarzmarkt weiterverkauft worden.

Prisma - Dieses Artefakt ist ein prismenförmiges Gebilde von etwa 5 x 5 x 25 cm Größe. Ein Exemplar befindet sich in Blazes Artefaktsammlung. Al-Habash konnte die Funktion nicht näher spezifizieren, er vermutete aber, dass es sich um einen Teil einer größeren Maschine handelt.

Stabwaffe - Das Artefakt hat die Form eines etwa 60 cm langen Stabes und entstammt ebenfalls der Sammlung von Blaze. Nach Angaben von Dr. Al-Habash handelt es sich um eine Handwaffe, deren Benutzung viel Übung erfordert. Dem ungeübten Benutzer droht hingegen der frühzeitige Tod. Diese Informationen wurden später im Gespräch mit Ogma bestätigt. Michael Corwen erhielt von der KI einen Fertigkeitenchip, um diese Waffe benutzen zu können.

Tragbarer Terraformer - Dieses außerirdische Artefakt aus der Sammlung von Blaze ähnelt in seiner Form einer Tellermine. Laut Aussage von Dr. Al-Habash handelt es sich dabei um einen tragbaren Terraformer, der unter anderem dazu verwendet werden kann, das Gelände einzuebnen. Es wurde von den Außerirdischen zum Beispiel verwendet um einen Landeplatz für ein Raumschiff oder eine ebene Fläche zur Errichtung von Gebäuden zu schaffen.

Nahrungsspender - Das Artefakt hat die Form eines länglichen Eis. In Verbindung mit einer Patrone fungiert es als Spender für Nahrungsmittel. Al-Habash konnte dieses Artefakt in Blazes Sammlung identifizieren, eine zugehörige Patrone war allerdings nicht vorhanden.

Halskette - Dieses Artefakt aus Blazes Sammlung hat die Gestalt einer Halskette aus einem unbekannten Metall. Ihr Durchmesser beträgt etwas über 20 cm, die Dicke etwa einen Zentimeter. Über die Funktionsweise der Kette ist Dr. Al-Habash nichts bekannt. Er vermutet, dass es sich um ein Schmuckstück handelt.

Injektor - Der Injektor zählt zu den größeren Maschinen der außerirdischen Zivilsation. Er besteht aus einem Podest mit einer Art Torbogen. Dr. Al-Habash warnte die Charaktere vor dieser Technologie, da sie anscheinend verwendet wird, um Lebewesen aller Art die außerirdische Nanotechnologie zu injizieren. Die Injektoren sehen Translokatoren zum Verwechseln ähnlich. Wie sich später herausstellte, waren es Injektoren, in denen Blaze und Rift verwandelt wurden. Bei Aktivierung projizieren die Torbogen eine undurchsichtige Wand rings um den Benutzer. Nach einer unbestimmten Zeit ist der Vorgang abgeschlossen, der Injektor öffnet sich, und der Benutzer kann die Maschine verlassen. Blaze und Rift haben etwa 13 Stunden im Innern der Injektoren verbracht. Sie konnten sich allerdings an die Details des Prozesses nicht erinnern. Zwar befindet sich kein Injektor im Besitz von Blaze oder den Charakteren, dafür sind sie aber durch Videoaufzeichnungen aus dem Iamicilla-Komplex gut mit dem Aussehen dieser Technologie vertraut.

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