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Raumjäger

Jäger repräsentieren die kleinste Klasse von Schiffen, die für den Kampfeinsatz im All vorgesehen sind. Sie sind darauf optimiert, bei minimalen Abmessungen und Masse eine maximale Waffenlast zu tragen, was durchaus hohe Anforderungen an Struktur und Antrieb stellt. Üblicherweise hat ein Jäger nur einen Piloten als Besatzung, kann dafür aber zahlreiche Torpedos und andere Waffen mitführen. Die Panzerung ist leicht, die Schilde sind angesichts der beschränkten Reaktorleistung nur schwach. Sie können den stärkeren Waffen der größeren Schiffe oft nur wenig entgegensetzen. Von bösen Zungen werden Jäger daher vielfach als „Kanonenfutter” eingestuft. Doch obwohl diese leichten Kampfschiffe kaum mehr als einen Treffer aus der Waffe eines Klasse-C-Raumschiffs aushalten können, sind sie militärisch betrachtet ein Bestandteil der Flotte mit taktisch nicht zu unterschätzendem Wert.

Trotz ihrer deutlichen Unterlegenheit in der direkten Auseinandersetzung mit größeren Schiffen bringt die Bauweise der Jäger nämlich durchaus einige Vorteile mit sich. Auf Grund ihrer geringen Masse sind sie auf Grav-Scannern über lange Reichweite nur schwer zu orten. Sie können sich wie andere Schiffe vergleichbarer Größe auch leicht im Sensorschatten größerer Objekte verstecken. Ihre Waffenzuladung - insbesondere Torpedos und Bomben - machen sie bei überlegtem Einsatz auch für größere Schiffe zu einer Bedrohung. Dies gilt um so mehr, wenn sie von Trägerschiffen aus in Massen eingesetzt werden. Nach modernen Vorstellungen vom Weltraumkrieg ist dies auch ihre bevorzugte Einsatzmöglichkeit. Die Realität sieht etwas anders aus, denn Jäger werden im interstellaren Einflussgebiet der Menschheit vielfach in kleineren Gruppen oder sogar einzeln angetroffen.

Denn vom Einsatz in den Trägerschiffen der großen Flotten abgesehen sind Jäger im Terranischen Sternenstaat vor allem auch das „Kriegsschiff des kleinen Mannes”. Sie repräsentieren eine schlagkräftige, weltraumgestützte Waffe für all jene Individuen, denen der Sinn nach Vorhaben mit potentiellem Feindkontakt steht. Die kleinen Schiffe sind nicht all zu teuer in der Anschaffung und im Unterhalt, lassen sich flexibel bewaffnen und können von einer Person leicht gesteuert werden. Nicht zuletzt kann man sie bei Bedarf auch gut verstecken - sei es nun auf einem Planeten oder im Hangar eines größeren Raumschiffs.

Jäger stellen - wie alle Schiffe der Klasse A - einen der moderneren Raumschifftypen dar. Der hohe Grad an Miniaturisierung, der die Grundlage für solch kompakte Schiffe bildet, wurde erst in den 2210er Jahren technisch lohnenswert und auf breiter Basis verfügbar. Es dauerte allerdings nach Entwicklung der ersten Miniaturraumschiffe nicht lange, bis diese auch mit schwerer Bewaffnung ausgerüstet wurden. Dies war die Geburtsstunde der Raumjäger, wie man sie mittlerweile in allen Teilen des zivilisierten Weltraums kennt und antrifft. Die Fertigung erreichte in den folgenden Jahren enorme Stückzahlen, und noch immer bilden Jäger den mit Abstand häufigsten Raumschifftyp in jeder größeren Flotte.

Alpha Spaceflight LF-4 „Sparrow”

Die LF-4 „Sparrow” ist ein leichter Allzweckjäger für den Einsatz im freien Raum und Atmosphären. Das Raumschiff wurde 2224 von Alpha Spaceflight konzipiert und ab 2225 in großen Stückzahlen gefertigt. Es wurde aufgrund des günstigen Preises und der zahlreichen Optionen schnell zu einem Verkaufsschlager und ist 2246 daher nicht nur in der Flotte des Herstellers zahlreich vertreten.

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Luna Technology HF/I-241 „Elaphe”

Die schweren Jäger der „Elaphe”-Klasse werden bei der TSSF und den Sicherheitskräften des Herstellers Luna Technology seit 2240 für Patrouillen- und Raumüberlegenheitseinsätze aller Art eingesetzt. Die Jäger können von Trägern oder planetaren Basen aus eingesetzt werden und wenn nötig auch längere Strecken mit einem eigenen FTL-Antrieb zurücklegen. Ihre starke Bewaffnung und beachtliche Panzerung machen die Jäger dieser Klasse auch für größere Schiffe gefährlich - zumal die Schiffe klein genug sind, um nicht sofort entdeckt zu werden. Wenn die Jäger ihre gefährlichen Marschflugkörper in Zielnähe ausgesetzt haben, ist es für Gegenmaßnahmen oft schon zu spät.

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