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Körperteile

Künstliche Körperteile werden als Ersatz für ihre natürlichen Vorbilder verwendet. Dazu ist es erforderlich, das natürliche Gegenstück zuerst zu entfernen. Trotz dieses schweren Eingriffs bieten künstliche Körperteile viele Vorteile und kaum Nachteile. Sie bestehen aus leichten und stabilen Materialien, können leicht gegen schädliche Umwelteinflüsse resistent gemacht werden und halten viele Jahrzehnte, meist ohne die Notwendigkeit von Reparaturen. Künstliche Gliedmaßen können natürlichen Versionen problemlos strukturell und an Kraft überlegen sein. Ebenso sind künstliche innere Organe oft leistungsfähiger als die natürlichen Vorbilder, und außerdem nicht anfällig für Krankheiten. Die äußere Gestaltung der künstlichen Gliedmaßen erlaubt dem Benutzer große Freiheiten.

Als Oberflächenfinish kann entweder täuschend echte künstliche Haut verwendet werden, aber auch spezielle Materialien oder extravagante Designs sind möglich. Künstliche Gliedmaßen sind mit umfangreicher Sensorik ausgestattet, die alle menschlichen Sinne emulieren kann. Die so aufgezeichneten Sinneseindrücke werden über einen Prozessor an ein Neural- oder Zerebralinterface übermittelt, so dass sich die künstliche Erweiterung des Körpers für den Benutzer auf Wunsch wie eine natürliche Gliedmaße anfühlt.

Kybernetische Körperteile haben zwei wesentliche Merkmale, Struktur und Stärke. Die Struktur gibt den maximalen Schaden an, den ein Körperteil in Form einer einzelnen Beschädigung tolerieren kann. Die Angabe besteht aus einer Schadensklasse, meist S oder F, und einer Zahl. Die Stärke ist die Kraftwirkung, die ein künstlicher Körperteil durch Nutzung seiner Antriebsmodule entfalten kann. Sie wird auf der gleichen Skala wie das gleichnamige Attribut angegeben. Bei natürlichen Körperteilen ist die Struktur effektiv S10 und die Stärke gleich der Stärke des Charakters. Bei kybernetischen Körperteilen beginnt die Struktur bei S20 und die Stärke bei 6. Sie sind damit schon in einfachen Ausführungen etwas besser als ihre biologischen Vorbilder. Die wichtigsten Typen künstlicher Körperteile können der Tabelle entnommen werden. Im folgenden Teil dieses Abschnitts werden die einzelnen Körperteile noch genauer beschrieben.

Bei der Kombination verschiedener kybernetischer Körperteile untereinander, oder der Kombination von kybernetischen und biologischen Körperteilen, muss darauf geachtet werden, dass der Unterschied in der Stärke von unmittelbar miteinander verbundenen Körperteilen nicht größer als 2 wird. Anderenfalls kann es zu struktureller Überlastung des Körperteils mit der niedrigeren Stärke kommen.

Bezeichnung Struktur Stärke csi cei
Unterarm S20 6 -1 -20
Unterarm S20 8 -1 -50
Unterarm F5 10 -1 -100
Oberarm S20 6 -1 -20
Oberarm S20 8 -1 -50
Oberarm F5 10 -1 -100
Schädel S20 6 -1 -10
Schädel S20 8 -1 -20
Schädel F5 10 -1 -50
Schulter S20 6 -1 -20
Schulter S20 8 -1 -50
Schulter F5 10 -1 -100
Torso S20 6 -1 -50
Torso S20 8 -1 -100
Torso F5 10 -1 -200
Becken S20 6 -1 -50
Becken S20 8 -1 -100
Becken S20 10 -1 -200
Oberschenkel 20 6 -1 -50
Oberschenkel S20 6 -1 -50
Oberschenkel S20 8 -1 -100
Unterschenkel F5 10 -1 -200
Hand S20 6 -1 -10
Hand S20 8 -1 -20
Hand F5 10 -1 -50
Fuß S20 6 -1 -10
Fuß S20 8 -1 -20
Fuß F5 10 -1 -50
Inneres Organ - - -1 -20
Cyberware - Körperteile

Unterarm, Oberarm, Oberschenkel, Unterschenkel, Schulter - Diese künstlichen Körperteile ersetzen die gleichnamigen Gliedmaßen des biologischen Körpers. Ein Arm oder Bein kann auch nur teilweise durch eine kybernetische Version ersetzt werden. Die Gesamtstärke des Arms oder des Beins ist dann aber gleich der Stärke der Komponente mit dem niedrigsten Stärke-Wert.

Schädel, Torso, Hüfte - Diese künstlichen Körperteile dienen auch der Aufnahme innerer Organe, wobei diese Organe natürlichen oder künstlichen Ursprungs sein können. Sie werden meist zur strukturellen Verstärkung des Körpers verwendet. Der Einbau kann aber auch nötig werden, wenn die Stärke der verbundenen künstlichen Gliedmaßen zu groß für die biologischen Körperteile dieser Art ist.

Hand, Fuß - In der Standardausführung ähneln kybernetische Hände und Füße ihren biologischen Entsprechungen. Es ist aber auch möglich, Spezialausführungen zu verwenden, die mit besonderen Fähigkeiten oder Werkzeugen ausgestattet sind.

Innere Organe - Bis auf das Gehirn können alle inneren Organe durch kybernetische Implantate vollständig ersetzt werden. Diese Möglichkeit wird vor allem für lebenswichtige Organe wie Lunge, Herz, Nieren, Leber und Verdauungssystem genutzt. Es ist letzten Endes auch technisch machbar, das Gehirn auszutauschen und dabei die Gedanken und Erinnerungen aus dem biologischen Organ durch einen aufwändigen Prozess in den kybernetischen Ersatz zu übertragen. Allerdings wird dafür ein sehr leistungsfähiger Cyberware-Prozessor verwendet, das kybernetische Gehirn. Die Funktionsweise entspricht dabei eher der einer KI als der eines menschlichen Gehirns.

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