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Module

Module ermöglichen einem Cyberware-System interessante und vielfältigen Funktionen, die dem Nutzer dann über das Zerebralinterface oder eine VR-Schnittstelle zur Verfügung stehen. Die äußere Gestalt der Cyberware-Module ist dabei ähnlich unterschiedlich, wie der Zweck, den sie erfüllen. Manche Moule haben Ähnlichkeiten mit menschlichen Körperteilen und können auch auf ganz ähnliche Weise eingesetzt werden. Andere wiederum bilden eine Schnittstelle zu externer Technologie, wie dem Datennetz, oder Maschinen, die per Cyberware gesteuert werden.

Module werden über Cyberware-Leitungen oder eine drahtlose Verbindung mit einem freien Port eines Prozessors verbunden. Sie nutzen die verfügbare Rechenkapazität des Prozessors, um ihre eigene Funktionalität in Form von Software auszuführen. Einfache Module bringen ihre Software dabei schon mit. Auch Module mit komplexeren Funktionen verfügen meist zumindest über eine Grundaustattung, die die Nutzung der meisten ihrer Funktionen erlaubt. Einige Module sind aber so vielseitig einsetzbar, dass die Software für den eigentlichen Zweck separat installiert werden muss. Diese Variante kommt vor allem beim Hacking, beim Techcontrolling und beim Nanocontrolling zum Einsatz. Es ist aber gar nicht ungewöhnlich, dass die Nutzer von Cyberware ihr System durch Installation spezieller Software personalisieren.

Eine Übersicht über häufig verwendete Module und ihren Ressourcenbedarf in einem Cyberware-System können Sie der Tabelle entnehmen. Im übrigen Teil dieses Abschnitts finden Sie Beschreibungen der einzelnen Module, der zugehörigen Software, und deren Funktionen.

Bezeichnung Ports csi cei
Net-Interface (normal) -1 -1 -1
Net-Interface (hohe Bandbreite) -1 -2 -1
Net-Interface (sehr hohe Bandbreite) -1 -5 -1
Net-Interface (extrem hohe Bandbreite) -1 -10 -1
Künstliches Ohr -1 -1 -1
Künstliches Auge -1 -1 -1
Nanobot-Deployer -1 -1 -1
Injektor -1 -1 -1
Vitalsensor -1 -1 -1
Umweltsensor -1 -1 -1
LASER-Spektrometer -1 -1 -5
Energiezelle (normal) 0 0 20
Energiezelle (Power) 0 0 50
Energiezelle (Ultra) 0 0 100
Cyberware - Module

Net-Interface - Kein Cyberware-System kann sein gesamtes Potenzial ohne ein Net-Interface entfalten, denn dieses Modul stellt die Verbindung zur Außenwelt her. Nahezu alle technischen Geräte sind in das Netz eingebunden und verwenden das gleiche Protokoll für den Datenaustausch. Dies hat den Vorteil, dass nur ein einzelnes Interface benötigt wird, um mit beliebiger Hardware zu kommunizieren und Daten auszutauschen. Die Verbindung zu einer Relaisstation oder einem anderen Gerät in Reichweite erfolgt dabei in der Regel drahtlos über den Transmitter des Net-Interfaces. Damit eignet sich das Interface sehr gut für Recherchen im Netz, für den Zugriff auf Datenchips, die Steuerung von Maschinen, oder einfach zur Kommunikation.

Um das Net-Interface optimal nutzen zu können, ist ein Zerebralinterface empfehlenswert. Allerdings kann es auch über eine VR-Schnittstelle gesteuert werden. Die Datenausgabe kann auch über Neural-Interfaces erfolgen. Eine Besonderheit bei Kombination des Net-Interfaces mit einem Zerebralinterface ist, dass es die direkte Übertragung von Gedanken ermöglicht. Es ist auch möglich, Gedanken zunächst zu formulieren und dann als Bild, Text oder Audiosignal zu übertragen. So kann beispielsweise der Nutzer an normaler Kommunikation über das Netz teilnehmen, ohne tatsächlich ein Wort zu sagen.

Ports: -1

Rechenleistung (csi): -1

Energieversorgung (cei): -1

Weitere Informationen zur Benutzung des Datennetzes in der Welt von Xegity finden Sie in der Xegity-Weltenbeschreibung im Kapitel „Technologie”. Die Xegity-Weltenbeschreibung ist als separater Band erhältlich.

Beispiel

Eine sehr häufig eingesetzte Grundausstattung an Cyberware besteht aus einem Zerebralinterface, einem Prozessor (Standard), einem Net-Interface und einer Energiezelle (normal). Mit dieser Kombination kann der Benutzer ohne Zusatzgeräte im Datennetz nach Informationen suchen, geräuschlos kommunizieren und technisches Gerät ohne Benutzung der VR-Schnittstelle bedienen. Zerebralinterface und Net-Interface benötigen zusammen 10 + 1 = 11 csi an Rechenleistung und belegen zwei Ports am Prozessor. Der Prozessor stellt eine Rechenleistung von 20 csi und 5 Ports zur Verfügung. Es bleiben also noch 9 csi und 3 Ports für andere Komponenten übrig. Zerebralinterface, Prozessor und Net-Interface benötigen zusammen 5 cei an Energie. Die Energiezelle stellt 20 cei zur Verfügung. Damit bleiben noch 15 cei zur Versorgung anderer Komponenten übrig.

Net-Interfaces gibt es in verschiedenen Ausführungen, die eine unterschiedlich hohe Bandbreite besitzen. Die normale Ausführung reicht für die meisten Anwendungen und den normalen Alltagsgebrauch, wie die Recherche im Datennetz und den Zugriff auf Datenchips, vollkommen aus. Versionen mit hoherer Bandbreite werden vor allem von Hackern benötigt. Auch die Verwendung von Fertigkeitenchips erfordert ein Interface mit höherem Datendurchsatz.

Net-Interface (hohe Bandbreite) - Im Vergleich zur Standardausführung hat dieses Net-Interface einen erheblich gesteigerten Datendurchsatz. Dies erlaubt es dem Benutzer, sehr viele Anwendungen gleichzeitig auf das Netz zugreifen zu lassen und große Datenmengen in kurzer Zeit auszutauschen. Es ist damit für die Zwecke des Hackings oder des Nanocontrollings ideal geeignet.

Ports: -1

Rechenleistung (csi): -2

Energieversorgung (cei): -1

Net-Interface (sehr hohe Bandbreite) - Dieses Interface verfügt im Vergleich zu der Version mit hoher Bandbreite über einen nochmals gesteigerten Datendurchsatz. In Verbindung mit einem Zerebralinterface und einem ausreichend leistungsfähigen Prozessor ermöglicht es seinen Benutzern die direkte Verwendung von Fertigkeitenchips. Für Hacker wirkt sich die gesteigerte Bandbreite als zusätzlicher Bonus von +1 auf den Würfelpool für Hacking-Proben aus. Außerdem erhält der Reaktionswert bei Hacking-Aktionen einen Modifikator von -1.

Ports: -1

Rechenleistung (csi): -5

Energieversorgung (cei): -1

Net-Interface (extrem hohe Bandbreite) - Interfaces dieser Art bieten die höchste Bandbreite, die innerhalb eines Cyberware-Moduls technisch machbar ist. Sie sind zwar sehr gefragt, aber auch schwierig zu bekommen und teuer. Dafür bieten sie ihren Benutzern enorme Vorteile. Hacker, die ein Interface mit extrem hoher Bandbreite einsetzen, bekommen einen Bonus von +2 auf den Würfelpool in Hacking-Proben und einen Modifikator von -2 auf den Reaktionswert.

Ports: -1

Rechenleistung (csi): -10

Energieversorgung (cei): -2

Künstliches Ohr - Ein künstliches Ohr ersetzt das gleichnamige Sinnesorgan eines Menschen. Dabei wird durch das Modul vor allem die nötige Funktionalität bereitgestellt. Die äußere Gestaltung, also zum Beispiel eine sichtbare Ohrmuschel, bleibt dem Nutzer überlassen. Im Lieferumfang ist bei den meisten Modellen nur eine Standardausführung, die einem gewöhnlichen menschlichen Ohr nachempfunden ist. Auf die Funktion hat dies allerdings keinen Einfluss. Das Modul wird an einen Prozessor angeschlossen, die eigentlichen Sinneseindrücke werden durch ein Neural-Interface oder ein Zerebralinterface erzeugt. Die Standardsoftware des künstlichen Ohrs umfasst eine automatische Intensitätsregelung und frei konfigurierbare Filter. Die Sensorik hat einen erweiterten Empfindlichkeitsbereich für Schallwellen vom Ultra- bis zum Infraschallbereich.

Ports: -1

Rechenleistung (csi): -1

Energieversorgung (cei): -1

Künstliches Auge - Dieses künstliche Sinnesorgan erfüllt die selbe Funktion wie das menschliche Auge. Es besteht aus einer Optik, die in ein Gehäuse in Form eines Augapfels eingebaut ist und an Stelle des natürlichen Augapfels implantiert wird. Damit kann das künstliche Auge genau so wie ein natürliches menschliches Auge benutzt werden. Das künstliche Auge verfügt allerdings im Gegensatz zur natürlichen Variante über zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie einen optischen Zoom, einen erweiterten Spektralbereich und vielfältige Filtermöglichkeiten. Die Standardausführung ermöglicht einen bis zu 20-fachen optischen Zoom. Der Spektralbereich reicht vom IR- bis in den UV-Bereich. Die Software erlaubt eine automatische Intensitätsregelung und konfigurierbare Filter. Das künstliche Auge erfordert ein Zerebralinterface oder eine Verbindung zum Sehnerv mittels Neural-Interface.

Ports: -1

Rechenleistung (csi): -1

Energieversorgung (cei): -1

Nanobot-Deployer - Dieses Modul besteht aus einem Behälter für Nanobots, der an einer geeigneten Stelle in den Körper implantiert wird. Die Steuerung erfolgt durch ein Zerebralinterface oder eine VR-Schnittstelle. Ein Deployer hat nicht viele Funktionen, außer die Bots zwischen den Einsätzen vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen. Sie können durch einen Befehl geöffnet oder verschlossen werden. Die eigentliche Bewegung der Bots muss aber durch deren eigenes Antriebssystem erfolgen. Obwohl Nanobot-Deployer in alle Cyberware-Systeme eingebaut werden können, werden sie hauptsächlich von Nanocontrollern verwendet. Ein Nanobot-Deployer bietet Platz für bis zu 10 Einheiten Bots eines bestimmten Typs.

Ports: -1

Rechenleistung (csi): -1

Energieversorgung (cei): -1

Injektor - Ein Modul diesen Typs kann mit bis zu 20 verschiedenen Chemikalien gefüllt werden, die dann bei Bedarf in die Blutbahn injiziert werden. Der Befehl für eine Injektion kann nach Wunsch des Benutzers willentlich über ein Zerebralinterface erfolgen, äußerlich über eine VR-Schnittstelle, oder vollautomatisch, etwa über einen Vitalsensor gesteuert werden. Die Befüllung des Moduls ist über einen äußerlichen Zugang möglich, ansonsten ist es vollständig in den Körper integriert.

Ports: -1

Rechenleistung (csi): -1

Energieversorgung (cei): -1

Vitalsensor - Der Vitalsensor erlaubt seinem Benutzer, ständig Daten über die Körperfunktionen und Blutwerte an einen Cyberware-Prozessor zu übermitteln. Während die Überwachung der grundlegenden Kreislauffunktion ohne Weiteres durch ein Zerebralinterface erzeugen kann, erleichtert der Vitalsensor eine weitergehende medizinische Diagnose. Besonders effektiv ist der Vitalsensor bei Kombination mit einem Injektor. Er kann dann zur vollautomatischen Medikation des Benutzers eingesetzt werden.

Ports: -1

Rechenleistung (csi): -1

Energieversorgung (cei): -1

Umweltsensor - Ein Umweltsensor erfasst vielfältige Daten über die unmittelbare Umgebung des Benutzers. Die Sensoren messen ständig die Zusammensetzung der Atmosphäre, Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit sowie die Strahlenbelastung in einem weiten Spektrum vom Radio- bis hin zum Gammastrahlenbereich. Auch werden Alpha- und Betastrahlen gemessen. Die so erfassten Daten können sehr vielfältig eingesetzt werden. Meistens wird das Modul verwendet, um den Benutzer über Gefahren zu informieren und rechtzeitig zu warnen. Auch können bei Bedarf andere Cyberware-Module oder externe Geräte automatisch gesteuert werden.

Ports: -1

Rechenleistung (csi): -1

Energieversorgung (cei): -1

LASER-Spektrometer - Mit diesem Modul kann die Zusammensetzung von Festkörpern, Flüssigkeiten und Gasen sehr präzise bestimmt werden. Dabei wird eine minimale Menge des zu analysierenden Stoffs mit einem kurzen LASER-Puls verdampft und die reflektierte und emittierte Strahlung analysiert. Aus dem Spektrum lassen sich dann Rückschlüsse auf die Zusammensetzung ziehen. Das Modul wird an einer geeigneten Stelle, meist in einem Finger des Benutzers, implantiert, und steht dann für schnelle Analysen aller Art zur Verfügung. Die Ausgabe der Daten kann über ein Zerebralinterface oder eine VR-Schnittstelle erfolgen. Zur Software-Ausstattung gehört eine Datenbank mit vielen tausend Stoffen, die durch das Spektrometer identifiziert werden können.

Ports: -1

Rechenleistung (csi): -2

Energieversorgung (cei): -1

Energiezelle - Energiezelle liefern die nötige Energie für den Betrieb eines Cyberware-Systems. Sie werden über dünne Leitungen mit den einzelnen Komponenten verbunden. Energiezellen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, die je nach Energiebedarf des Systems ausgewählt und kombiniert werden können. Eine Energiezelle hält etwa ein Jahr, dann muss sie ausgetauscht oder aufgeladen werden.

Ports: 0

Rechenleistung (csi): 0

Energieversorgung (cei): 20, 50 oder 100 (je nach Ausführung)

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