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Neural- und Zerebralinterface

Damit Cyberware funktionieren kann, muss eine Verbindung zwischen dem Nervensystem eines Lebewesens, meistens des menschlichen Benutzers, und dem Kern des Cyberware-Systems, den Prozessoren, hergestellt werden. Diese wichtige und komplizierte Aufgabe übernehmen in jedem Cyberware-System die Neural- und Zerebralinterfaces. Während ein Neural-Interface nur einzelne Nervenstränge in das System integriert, setzt ein Zerebralinterface direkt im Gehirn an. Dadurch können das gesamte Zentralnervensystem und alle Gehirnfunktionen direkt an das Cyberware-System gekoppelt werden. In diesem Anschnitt erfahren Sie mehr über diese beiden wichtigen Komponenten.

Neural-Interface

In vielen Fällen reicht eine einfache Verbindung zu einem bestimmten Teil des Nervensystems für die Funktion einer Cyberware-Komponente aus. So benötigen künstliche Augen und Ohren nur eine Verbindung zum Seh- oder Hörnerv. Diese Variante der Verbindung zwischen Mensch und Maschine ist wesentlich einfacher und kostengünstiger, als ein Zerebralinterface. Allerdings ist sie auch weniger vielseitig, für jeden Bereich des Nervensystems ist ein eigenes Interface erforderlich, das erst implantiert werden muss. Falls viele Erweiterungen geplant sind, oder ein direkter Zugriff auf Sinneseindrücke oder Gedankensteuerung von Computern gewünscht wird, ist ein Zerebralinterface die bessere Wahl. Für jede Verbindung zu einem bestimmten Teil des Nervensystems ist mindestens ein Neural-Interface erforderlich. Für beide Augen oder beide Ohren werden auch zwei Neural-Interfaces benötigt. Ebenso ist jeweils ein Neural-Interface für jede ersetzte Gliedmaße oder ein ersetztes inneres Organ erforderlich.

Ports: -1

Rechenleistung (csi): -2

Energieversorgung (cei): -1

Zerebralinterface

Das Zerebralinterface bildet das Zentrum in einem Cyberware-System mit maximalen Ausbaumöglichkeiten. Durch die direkte Verbindung zum Gehirn ist es möglich, andere Cyberware-Komponenten per Gedankenbefehl zu steuern. Auch können alle Sinneseindrücke durch künstlich erzeugte Signale erweitert, ersetzt oder überlagert werden. All dies macht das Zerebralinterface für seine Anwender zu einem sehr mächtigen und vielseitigen Werkzeug. Für einige Tätigkeiten, wie Hacking oder Techcontrolling, ist es sogar Voraussetzung. Das Zerebral-Interface basiert auf Nanotechnologie und stellt eine Verbindung zu allen Regionen des Hirns und des Zentralnervensystems her. Der Eingriff ist recht aufwändig und teuer, und kann nur schwer wieder rückgängig gemacht werden. Die Entscheidung über den Einbau eines Zerebralinterfaces sollte daher mit Sorgfalt getroffen werden.

Ports: -1

Rechenleistung (csi): -10

Energieversorgung (cei): -2

Das Zerebralinterface kann von Psionikern nur unter großen Nebenwirkungen benutzt werden. Zwar ist ein Einbau theoretisch möglich, allerdings wird das Psi-Zentrum durch die fremde Technologie empfindlich gestört. Ein Psioniker mit Zerebralinterface muss mit folgenden Konsequenzen rechnen:

Die Kapazität des Psi-Energie-Pools ist auf ein Zehntel (10%) des Maximalwerts beschränkt.

Auf alle Proben auf die Fertigkeit Psionische Kräfte oder eine ihrer Spezialisierungen gilt ein Modifikator der Schwierigkeit von +3 (extrem schwer).

Bei jedem Einsatz einer Psi-Kraft besteht eine Chance von 60%, dass das Zerebralinterface ausfällt, und zwar für eine Dauer zwischen einer und 10 Minuten (1W10).

Diese Beschränkung ist nicht fundamental durch Naturgesetze bedingt. Es handelt sich eher um das technologische Problem einer grundlegenden Inkompatibilität zwischen Psi-Zentrum und Zerebralinterface in seiner aktuellen Ausführung. Die Regel gilt vor allem in der Welt von Xegity bei Einsatz herkömmlicher Zerebralinterfaces. In anderen Welten, oder in speziellen Kampagnen, mag es Abweichungen von dieser Regel geben.

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