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Städte und Kolonien

Der von den Menschen zivilisierte Weltraum beherbergt im Jahr 2246 über 250.000 einzelne Siedlungen auf 50.000 verschiedenen Himmelskörpern. Das Spektrum der Städte und Kolonien reicht von spärlich ausgestatteten Koloniemodulen für nur wenige hundert Personen im Outer Rim bis hin zu den brodelnden Supermetropolen des Core. Die ältesten der menschlichen Siedlungen sind natürlich gewachsen und blicken auf eine lange und bewegte Geschichte zurück, andere wurden mit Hilfe modernster Technologie geradezu aus dem Boden gestampft. So unterschiedlich die Kolonien in Größe, Geschichte und Struktur sind, so differenziert sind auch ihre Bewohner. Konzernmetropolen bilden das Heim für Millionen loyaler Angestellter aller Ebenen der Hierarchie. Auf der anderen Seite stehen kleine, unabhängige Siedlungen von Abenteurern, die sich in den entlegenden und kaum erforschten Gebieten des Outer Rim eine unsichere Existenz erkämpfen. Forschungskolonien, militärische Basen, Forschungsaußenposten und luxuriöse Urlaubsparadiese gehören ebenso zum breiten Spektrum der menschlichen Außenposten in der ewigen Schwärze des Alls.

Distanzen spielen in der stark vernetzten und virtualisierten Welt des Jahres 2246 kaum noch eine Rolle. Dennoch tendiert die menschliche Zivilisation besonders seit ihrer Expansion in den interstellaren Raum dazu, sich in gewaltigen Supermetropolen zu konzentrieren. In den größten Kolonien der Kernwelten und den Knotenpunkten der Zivilisation des Rim, den Rim Hubs, erreichen die Stadtgebiete Bevölkerungszahlen von über 250 Millionen Menschen. Die revolutionäre Bauweise auf mehreren übereinanderliegenden Ebenen und neue Technologien zur Versorgung und Unterhaltung ermöglichen dabei extrem hohe Bevölkerungsdichten. Wohnungen, Arbeitsplätze, Fertigungs- und Versorgungsanlagen und auch die nötige Infrastruktur können auf engstem Raum konzentriert werden. So können in den größten Städten weit über 100.000 Menschen auf einem Quadratkilometer leben und arbeiten.

In den neueren Kolonien werden fertige Module zu Städten zusammengefügt, die ihrer äußeren Gestalt nach einem Katalog entsprungen sein könnten. Sie sind durch Regelmäßigkeit und einen nahezu perfekt auf den Zweck abgestimmten Aufbau geprägt. In den älteren Siedlungen findet man dagegen gewachsene Strukturen, Stile aus den verschiedenen Epochen des interstellaren Zeitalters verschmelzen in einer urbanen Synthese. Doch an keiner Stelle im Terranischen Sternenstaat lässt sich verbergen, dass die Bevölkerung selbst der gewaltigsten Metropolen sich aus Individuen zusammensetzt. Jede Siedlung ist von ihren Einwohnern und deren Kultur geprägt. In den einen überwiegt die bedingungslose Treue zum Mutterkonzern, das Vertrauen in die bewährten Lebensentwürfe der zivilisierten Gesellschaft, oder die wohlwollende Organisationsmacht des Staates. Aber ebenso gibt es Siedlungen, deren Charakter von einer gemeinsamen Idee, einem Glauben, oder auch nur dem Kampf ums Überleben in einer erbarmungslosen Umwelt bestimmt sind.

Kernwelten

Utopia Planitia Kolonie, Mars
'Utopia Planitia Kolonie', Mars - (hohe Auflösung)

Die Kernwelten liegen im inneren Bereich des Core, vor allem im System Sol und in den benachbarten Sternensystemen. Sie sind die ältesten von Menschen besiedelten Himmelskörper und beherbergen in ihren zahlreichen Kolonien den größten Teil der Bevölkerung des Terranischen Sternenstaats. In Ausdehnung, Vielfalt und Bevölkerungsdichte haben die Metropolen der Kernwelten Konkurrenz allenfalls von den wenigen Rim Hubs zu befürchten. Gegenüber diesen sind sie aber von weit größerer Bedeutung für die Geschicke und die Zukunft der Menschheit, denn hier treffen die politischen Organe des Sternenstaats und die Führungsgremien der Megakonzerne ihre wegweisenden Entscheidungen.

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Alte Core-Kolonien

Der Schock der „Unity”-Katastrophe verhinderte über viele Jahrzehnte eine weitere Erforschung des Weltalls mittels der noch schwer zu beherrschenden Technologie des Sternenantriebs. Erst 2145 gelang es Luna Technology, einen erfolgreichen Überlichtflug zum sonnennächsten Sternensystem, Proxima, durchzuführen. Mit dieser Demonstration waren die Karten für die Eroberung des Alls durch die Menschheit neu gemischt. Es dauerte nicht lange, bis Regierung und Konzerne eigene Raumflotten aufbauten und die Erforschung der sonnennächsten Systeme vorantrieben. Auch wenn die ersten Versionen des Sternenantriebs nicht die Leistung hatten, über die moderne Vertreter verfügen, stand der Besiedelung geeigneter Himmelskörper in der näheren Umgebung des Sonnensystems nichts im Wege. Rigel Kentaurus, auch als Alpha Centauri bekannt, war einer der ersten Kandidaten für die Erforschung und Besiedelung. Andere Systeme mit sonnenähnlichen Zentralsternen in der Nachbarschaft von Sol folgten in den kommenden Jahren.

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Rim Hubs

Während die größten Metropolen des Core über Jahrhunderte bis zu ihrer heutigen Form gewachsen sind, sind im Rim innerhalb weniger Jahrzehnte Kolonien von beeindruckender Größe geradezu aus dem Boden geschossen. Ihre Entwicklung war größtenteils geplant und ökonomischen und politischen Überlegungen unterworfen. Da sich in diesen Kolonien von vorneherein wichtige interstellare Transferrouten trafen und Handelsplätze mit hoher strategischer Bedeutung konzentriert waren, war ihr Wachstum praktisch vorprogrammiert. Konzerne richteten in den Rim Hubs ihre Zentralen für die Operation in den Randgebieten der Zivilisation ein, unabhängige Unternehmer nutzen die unregulierten Märkte und das breite Angebot an Rohstoffen und billigen Arbeitskräften, und auch verwegene Abenteurer sahen ihre Chance, die Rim Hubs als Ausgangspunkt für lukrative Missionen in den Outer Rim zu benutzen.

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